Deutsch Englisch 中國 Kontakt

Nochmal nachgefragt...

Das Konzept des Planetwalzenextruders (PWE) wird in der PVC-Aufbereitung bereits seit den 1960er Jahren eingesetzt. Während sich die allgemeine Prozesstechnologie in der Kunststoffindustrie stetig weiter-entwickelte, sind die Verarbeitungs- und Aufbereitungsmethoden für PVC in vielerlei Hinsicht über Jahrzehnte nahezu unverändert geblieben. Vor diesem Hintergrund wird bei ENTEX seit einigen Jahren ein zeitgemäßer Ansatz für die PVC-Aufbereitung mit dem Planetwalzenextruder vorangetrieben.

Das Ziel besteht darin, das chargenweise Vormischen von PVC-Rezepturen als Dry-Blends zu überspringen und stattdessen eine kontinuierliche Direktextrusion prozesssicher umzusetzen.
Die Herstellung eines Dry-Blends ist ein aufwändiger, diskontinuierlicher Vorgang, der insbesondere mit einem hohen Energie- und Personalbedarf einhergeht. Eine Vereinfachung oder gar der vollständige Wegfall dieser Prozedur bietet daher ein großes Einsparpotential.

PVC ohne Vormischen und Zwischenprodukt direkt extrudieren

Seit den 1980er Jahren erfährt der Planetwalzenextruder hinsichtlich der mechanischen Gestaltung und der Prozessführung eine intensive Weiterentwicklung, wodurch eine Vielzahl neuer Einsatzgebiete für diesen Maschinentyp erschlossen werden konnte. Insbesondere die Verbesserung der Temperierleistung durch den Einsatz moderner Fertigungsverfahren, Anlagenaufbauten mit mehreren Modulen und die Entwicklung von Seitenbeschickungs- und Entgasungsmechanismen ermöglichen heute Prozesse, die auf diesem Maschinentyp lange Zeit nicht denkbar waren. Damit hat sich auch die Möglichkeit eröffnet, die traditionelle Verarbeitungsmethodik von PVC zu hinterfragen – mit dem Ergebnis, dass diese auch ohne Dry-Blends als Zwischenprodukt in einem Direktextrusionsprozess umsetzbar ist.

Die Direktcompoundierung als kontinuierlicher Prozess:
Das Roh-PVC wird ohne Vorstabilisierung in den Extruder dosiert. Das Stabilisatoren-System wird parallel als separate Komponente zugegeben. Der Diffusionsprozess der Flüssigkomponenten in das PVC-Korn, der bei dem diskontinuierlichen Prozess im Innenmischer unter Eintrag von Wärme und mechanischer Energie in Form von Prall- und Reibeffekten stattfindet, entfällt dementsprechend. Stattdessen wird das Korn der Feststoffkomponenten im PWE direkt nach Eintritt in das Planetwalzenmodul durch Überrollen und Reibung mechanisch aufgebrochen. Die separat zudosierten Flüssigkomponenten werden zeitgleich, ebenso durch das Überrollen des Pulvers, in das Korn hineingepresst.

Bei technischen Fragen wenden Sie sich einfach an unsere Serviceabteilung oder nutzen Sie unser Kontaktformular.


L-WE 30 - eine neue Extrudergeneration für den Labormaßstab

Die schon bekannten Laborextruder der Größe 50 werden nun um eine weitere Größe, die 30`er Baureihe, im Bereich der PHARMA-Technologie ergänzt. Sie sollen sich im Leistungsbereich von mehreren hundert Gramm bis zu einer Kapazität von ca. 5 kg/h bewegen, um so den Entwicklungsabteilungen dieser Welt eine Alternative zu den bereits bekannten Systemen zu geben.
Die Grundlage hierfür bildeten die bereits erfolgreich im Markt platzierten Lebensmittelanlagen. Aufgebaut ist dieses einzigartige Laboraggregat nach dem schon lange bewährten und thermodynamisch meisterhaft gestalteten Planetwalzensystem. Dieses garantiert eine definierte scherarme Aufbereitung Ihres Produktes unter Berücksichtigung der exaktesten Temperaturführung aller vorhandenen Aufbereitungssysteme. Unter dem besonderen Aspekt, dass kostenintensive Wirkstoffe pharmakologisch einwandfrei verarbeitet werden müssen, sind alle Materialien die verbaut werden zertifiziert.


Wussten Sie schon, dass wir ein neues Schutzrecht angemeldet haben?

Das ENTEX-System wird um ein weiteres Element bereichert – Das ERMO (Entgasungsreaktionsmodul) ist eine Weltneuheit, mit der die Leistungsfähigkeit und Anwendungsvielfalt des ENTEX-Planetwalzenextruders weiter gesteigert wird.
Diese neuste Ergänzung des modularen ENTEX-Baukastens bietet ein deutlich vergrößertes Prozesskammervolumen im Vergleich zu dem konventionellen Walzenzylinder der zugehörigen Baureihe.
Es wurde insbesondere für Entgasunganwendungen entwickelt. Hier sind große freie Prozessoberflächen und ebenso großzügig dimensionierte Strömungsquerschnitte entscheidend. Das ERMO maximiert diese Aspekte, ohne die Baugröße des Extruders signifikant zu verändern.
Doch die Vorteile des ERMO lassen sich auch für die Zugabe von Füllstoffen mit besonders niedriger Schüttdichte nutzen – auch hier werden größtmögliche freie Querschnitte für die Zuführung solcher Materialien benötigt.
Ein weiteres Anwendungsbeispiel sind Prozesse aus dem Bereich der Reaktiv-Extrusion, für deren erfolgreiche Durchführung eine Verlängerung der Verweilzeit oder eine Vergrößerung der Reaktionsoberfläche oder des Volumens benötigt werden.
Wie alle anderen Bestandteile des modularen ENTEX-Baukastens können auch mehrere ERMOs hintereinander oder an separaten Positionen einer Anlage eingesetzt werden – hinzu kommen diverse Ergänzungsmöglichkeit wie durch Sidefeeder, Einspritz- und Entgasungsöffnungen.


Möchten Sie mehr über ERMO erfahren, dann wenden Sie sich einfach an unsere Serviceabteilung oder nutzen Sie unser Kontaktformular.


Ein Planetwalzenextruder ersetzt 28 Doppelschneckenextruder
in Bezug auf die Spalte zwischen den Knetelementen
!

Mehr dazu im anliegenden PDF.


Neues von unserem Kooperationspartner IGV...

Von der Erbse zum Protein-Patty (Burger) - Pflanzliche Proteine in der Ernährung

Hier kommen Sie zur Präsentation.