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Das ENTEX-System wird um ein weiteres Element bereichert – Das ERMO (Entgasungsreaktionsmodul) ist eine Weltneuheit, mit der die Leistungsfähigkeit und Anwendungsvielfalt des ENTEX-Planetwalzenextruders weiter gesteigert wird.
Diese neuste Ergänzung des modularen ENTEX-Baukastens bietet ein deutlich vergrößertes Prozesskammervolumen im Vergleich zu dem konventionellen Walzenzylinder der zugehörigen Baureihe.
Es wurde insbesondere für Entgasunganwendungen entwickelt. Hier sind große freie Prozessoberflächen und ebenso großzügig dimensionierte Strömungsquerschnitte entscheidend. Das ERMO maximiert diese Aspekte, ohne die Baugröße des Extruders signifikant zu verändern.
Doch die Vorteile des ERMO lassen sich auch für die Zugabe von Füllstoffen mit besonders niedriger Schüttdichte nutzen – auch hier werden größtmögliche freie Querschnitte für die Zuführung solcher Materialien benötigt.
Ein weiteres Anwendungsbeispiel sind Prozesse aus dem Bereich der Reaktiv-Extrusion, für deren erfolgreiche Durchführung eine Verlängerung der Verweilzeit oder eine Vergrößerung der Reaktionsoberfläche oder des Volumens benötigt werden.
Wie alle anderen Bestandteile des modularen ENTEX-Baukastens können auch mehrere ERMOs hintereinander oder an separaten Positionen einer Anlage eingesetzt werden – hinzu kommen diverse Ergänzungsmöglichkeit wie durch Sidefeeder, Einspritz- und Entgasungsöffnungen.


Möchten Sie mehr über ERMO erfahren, dann wenden Sie sich einfach an unsere Serviceabteilung oder nutzen Sie unser Kontaktformular.


Nochmal nachgefragt ...

Eine effiziente und genaue Temperierung ist für Extrusionsprozesse von entscheidender Bedeutung.
Mit der zunehmenden Entwicklung von sehr temperaturempfindlichen Kunststoffen aber auch von Produkten, die im Hochtemperaturbereich extrudiert werden, wird auch die Temperierung komplexer Extrusionsverfahren mit unterschiedlichen Temperaturzonen immer anspruchsvoller. Dabei sind der energieeffiziente bzw. wirtschaftliche Einsatz von sorgfältig ausgelegten Temperiergeräten und deren Verbindungsleitungen zum Extruder von großer Bedeutung.
Auswahl und Gestaltung der Temperierleitungen:
Als Verbindung zwischen den zu temperierenden Anlagenkomponenten und den Temperiergeräten kommen sowohl feste Verrohrungen als auch flexible Schlauchsysteme oder eine Kombination beider Bauarten zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich hier nach den jeweiligen Kundenwünschen, technischen Anforderungen und räumlichen Gegebenheiten.
Feste Verrohrungen sind langlebig, robust, wartungsarm und somit kostengünstig – jedoch nicht immer einsetzbar. Als Verbindungselemente kommen hier nahezu ausschließlich Flanschverbindungen zum Einsatz.
Schlauchsysteme bieten eine größere Anpassungsfähigkeit und Flexibilität in vielerlei Hinsicht, sind jedoch in der Anschaffung und Wartung kostenaufwändiger. Neben Flanschverbindungen können diese auch mit Dichtkegel-Verschraubungen versehen werden, was eine schnelle und einfache Montage begünstigt.
Um Leistungsverluste soweit wie möglich zu reduzieren, müssen die Leitungslängen zwischen den Temperiergeräten und dem Extruder möglichst kurz gehalten werden. Grundsätzlich gilt die Faustformel:  Je kürzer desto besser.
Zu lange Leitungen haben deutliche Leistungs- und Druckverluste und eine ungenaue, träge Temperierung des Extruders zur Folge. Für lange Leitungen wird eine höhere Pumpleistung benötigt, um die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit zu erreichen, welche ein maßgeblicher Faktor für eine effiziente Temperatur-führung des Extrusionsprozesses ist. Des Weiteren strahlen Temperierleitungen immer auch Wärmeenergie ab, welche durch eine höhere Heizleistung kompensiert werden muss. Je länger die Leitungen desto größer der Energieverlust. Aus diesem Grund sollten wärmeführende Leitungen immer gut isoliert werden.
Ähnlich wie z. B. bei einer Gebäudezentralheizung, müssen für ein gut funktionierendes Temperiersystem alle Temperierkreisläufe frei von Luft sein. Um Temperierkreisläufe effizient zu entlüften, müssen jeweils an den höchsten Punkten der Rücklaufleitungen Entlüftungsventile vorgesehen werden.
Um Druckverluste so klein wie möglich zu halten, müssen Umlenkungen, Ecken und Krümmer sowie Durchmesserreduzierungen durch Verbindungsmuffen oder Schnellverschlusskupplungen in den Temperier-leitungen so weit wie möglich vermieden werden.
Für eine dauerhaft gute Temperierleistung müssen auch die mediumsberührenden Materialien der Temperierleitungen eine gute Beständigkeit gegenüber dem Temperiermedium aufweisen. Zum Beispiel sollten bei der Temperierung mit Druckwasser alle mediumsberührenden Materialien beständig gegenüber Chlorid sein. Dies ist bei Kesselstahl gegeben.

Auswahl von Temperiergeräten:
Temperiergeräte müssen unter Berücksichtigung des Temperiermediums, Volumenstroms, Mediumsdrucks, der Heiz- und Kühlleistung, Heiz- und Kühltemperatur, Fließgeschwindigkeit, Aufheizzeit, Pumpenleistung, Pumpenkennlinie etc. für jeden Prozess individuell ausgelegt werden.

Positionierung der Temperiergeräte:
Die Positionierung der Temperiergeräte ist von großer Bedeutung für die Effizienz der Heizleistung. Eine Positionierung oberhalb oder auf gleicher Ebene des Extruders ist vorteilhaft. Unterhalb des Extruders sind aufgrund des Druckverlustes höhere Pumpenleistungen erforderlich.

Auslegung von Temperiergeräten:
Um sicherzustellen, dass die vom Temperiermedium zu übertragende Wärmemenge dem Heizprozess auch in vollem Umfang vom Temperiergerät zugeführt oder vom Kühlprozess abgeführt werden kann, müssen bestimmte Leistungsparameter berechnet werden.


Betriebsstörungen, hervorgerufen durch unzureichende oder unsachgemäße Wartung, verursachen Produktionsausfälle, hohe Reparaturkosten und lange Stillstandzeiten der Extrusionsanlage.
Eine regelmäßige Wartung - auch von Temperiergeräten und Temperierleitungen - ist deshalb unerlässlich.
Mehr zum Thema Wartung finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres ENTEX-Extruders. Bei technischen Fragen wenden Sie sich einfach an unsere Serviceabteilung oder nutzen Sie unser Kontaktformular!


1 Planetwalzenextruder ersetzt 28 Doppelschneckenextruder in Bezug auf die Spalte zwischen den Knetelementen_siehe PDF

 

 


Neues von unserem Kooperationspartner IGV...

Von der Erbse zum Protein-Patty (Burger) - Pflanzliche Proteine in der Ernährung

Hier kommen Sie zur Präsentation.