Wussten Sie schon...

Sidefeeder werden seitlich an das Verfahrensteil von Extrudern montiert. Sie dienen zur Förderung von Füllstoffen und Additiven in Form von Pulvern, Fasern, Granulaten oder Pasten wie z. B. Farben, Kreide, Reaktions- oder Schleppmittel etc. Des Weiteren können Sidefeeder zur Entgasung der Schmelze eingesetzt werden.
Die Installation von Sidefeedern ist an allen Walzenzylindern möglich, die mit einem entsprechenden seitlichen Anschluss ausgerüstet sind. Wenn mehrere oder alle Walzenzylinder mit Sidefeederanschlüssen ausgerüstet sind, kann die Position und die Anzahl von Sidefeedern für unterschiedliche Prozesse nahezu beliebig variiert werden. Dadurch kann mit dem Einsatz von Sidefeedern, entsprechend den Anforderungen des Prozesses und der Materialien, an unterschiedlichen Stellen des Verfahrensteils Material zugeführt oder die Schmelze entgast werden.
Die Sidefeederschnecken sind in der Regel gleichläufig. Die Drehrichtung der Sidefeederschnecken ist in Extrusionsrichtung gesehen, gegen den Uhrzeigersinn. Nur für Sonderfälle werden Sidefeeder mit gegen-läufigen Schnecken eingesetzt.
Das Material-Fördervolumen wird durch die Drehzahl des frequenzgeregelten Antriebes, die Geometrie und die Durchmesser der Sidefeederschnecken bestimmt.
Die mechanische Ausführung von Sidefeedern (Schneckendurchmesser, Antriebsleistung, Drehzahl etc.) wird von ENTEX entsprechend den Anforderungen des Prozesses ausgelegt.
Wenn ein Sidefeeder für die Förderung von Feststoffen eingesetzt wird, sind die Sidefeederschnecken-schäfte zum Getriebe mit Stopfbuchspackungen abgedichtet.
Für Vakuumprozesse werden die Sidefeederschneckenschäfte zum Getriebe mit Radialwellendichtringen abgedichtet.

Betriebsstörungen, hervorgerufen durch unzureichende oder unsachgemäße Wartung, verursachen Produktionsausfälle, hohe Reparaturkosten und lange Stillstandzeiten des Extruders.
Eine regelmäßige Wartung - auch von Sidefeedern - ist deshalb unerlässlich.

Mehr zum Thema Wartung finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres ENTEX-Extruders. Bei technischen Fragen wenden Sie sich einfach an unsere Serviceabteilung oder nutzen Sie unser Kontaktformular!


Erweiterung der "Schweren Baureihe"

Die "Schwere Baureihe" des PWE ist - verglichen mit der Standard-Baureihe - mit einem größeren Verzahnungsmodul ausgestattet, um höhere Anlagenstandzeiten bzw. längere Wartungsintervalle zu erzielen. Extruder aus der schweren Baureihe werden stets für Prozesse eingesetzt, die besonders hohe mechanische Anforderungen an die Verfahrensteile stellen - beispielweise für die Verarbeitung hochgefüllter Elastomere und Thermoplaste mit Füllstoffanteilen von 80% und mehr.

Bis dato waren in der schweren Ausführung lediglich Produktionsanlagen für hohe Durchsatzleistungen in der Baugröße 280 S und 400 S verfügbar - das Portfolio wird nun aufgrund der erhöhten Nachfrage durch zwei kleinere Einheiten ergänzt: Baugrößen 150 S und 180 S!

Mit diesen Einheiten können in Zukunft auch kleinere Produktionslinien für mechanisch hoch anspruchsvolle Produkte realisiert werden. Die neuen Baugrößen sind natürlich nach dem bewährten modularen ENTEX-Baukastensystem aufgebaut und bieten damit, wie gewohnt, die volle prozesstechnische Flexibilität - neben sämtlichen bereits etablierten Verfahrensteilen sind selbstverständlich auch die beiden oben beschriebenen Innovationen verfügbar!


1 Planetwalzenextruder ersetzt 28 Doppelschneckenextruder in Bezug auf die Spalte zwischen den Knetelementen_siehe PDF

 

 


Neues von unserem Kooperationspartner IGV...

Von der Erbse zum Protein-Patty (Burger) - Pflanzliche Proteine in der Ernährung

Hier kommen Sie zur Präsentation.